THE BOBBERS | Zwei Freunde, wenig Geld und 4.000 Kilometer - Teil 2

THE BOBBERS | Zwei Freunde, wenig Geld und 4.000 Kilometer - Teil 2

In richtiger slowenischer Manier begrüße ich Euch mit Handschlag und drei Küsschen wieder zurück zum Abenteuer von Philipp und Kenneth. Da sich die beiden mal wieder komplett mit der Zeit verschätzt und vergessen haben eine Unterkunft zu buchen, ging es erstmal wieder zurück an die Italienische Grenze nach Tolmin. Sie wussten das es dort eine Herberge gibt, dass die einzig freien Betten in einem 8-Personen Schlafsaal sein sollten, kam dann doch sehr überraschend. Nachdem die Klamotten verstaut waren, ging es ein bisschen was essen/trinken und die Bar musste natürlich wieder abgeschlossen werden. Als die beiden ankamen, waren die Omis im Saal natürlich super zufrieden über die späte Störung.
 
Mit Anbruch des nächsten Tages, kam auch ein Wetterumschwung: es war wirklich kaum eine Wolke am Himmel und super heiß, richtig geil also! Ab nach Venedig und bei den Pausen n ordentlichen Sonnenbrand abgeholt. In Vendig hatten die beiden dann auch mal im Vorfeld ein Hotel inkl. Parkplatz gebucht, es stellte sich jedoch heraus, dass der Parkplatz (Parkhaus) nicht beim Hotel sondern ein paar Kilometer entfernt lag. Dort eben die Bikes ein bisschen gepflegt und dann die 30 Kilo Gepäck einmal durch die ganze Stadt getragen. Nachdem es noch einige Probleme beim Einchecken gegeben hat, konnten sie sich dann endlich mal hinlegen, ausruhen und schlafen… ha ha… natürlich musste auch beim Hotel gespart werden und es war super laut, daher war es schwer zu schlafen. Aber wenigstens haben Sie diesmal am Markusplatz noch ordentlich was essen können.
   
Am nächsten Tag ging es dann an der Ostküste Richtung über Ravenna und Rimini bis kurz vor Florenz. Dort wurden dann in der Nähe eines Strands die Zelte aufgeschlagen und sich traditionell am Campingkocher Nudel warm gemacht. Ich muss gerade aus reiner Schadenfreunde beim Tippen richtig lachen, haltet euch fest… Die beiden haben ihr Oberzelt vergessen, bedeutet, das Zelt bestand eigentlich nur aus dem Fliegengitter. Wie sollte es anders sein, gegen Mitternacht hat es angefangen extrem zu Gewittern. Das „Dach“ mit Handtüchern abzudichten hat selbstverständlich keine 30 Sekunden funktioniert. Was nun? Alle Sachen zusammenpacken und ab in die Sanitäranlagen. Dort haben die beiden dann ihre Nacht verbracht.
 
Es wäre ja zu schön wenn sie morgens direkt hätten weiter fahren können, die Rezeption hat erst um 10 Uhr geöffnet, damit sie bezahlen konnten. Glück hatten sie trotzdem, denn ein Mann (der sich beim pissen gefragt hat warum da zwei Typen mit all ihren Sachen in den Toiletten chillen) fand ihre Geschichte cool und hat sie zu sich zum Frühstücken eingeladen. Als es dann endlich weiter ging, hat sie die Müdigkeit jedoch komplett überkommen und sie haben nach 20 Kilometern an einer Tankstelle an einem Busch geparkt und 1-2 Stunden auf dem Boden zwischen Bike und Busch gepennt. Super ausgeschlafen ging es dann nach Florenz, dort ist jedoch nicht wirklich was passiert, also machen wir einen kurzen Zeitsprung über Florenz, Pisa, Genua und landen letztlich in Sanremo. Das einzig erwähnenswerte bei dieser Strecke ist, dass die beiden natürlich wieder die komplette Wetter Eskalation mit allem was man sich vorstellen kann, mitgenommen haben!
     
In Sanremo haben sich die beiden Ihren Hintern dann auch mal eine Pause gegönnt. Da die Hotels dort sehr günstig sind, konnten sie 5 Tage in einem 4-Sterne Hotel die Seele baumeln lassen. Ich hoffe Ihr habt den Teil 1 auch gelesen und erinnert euch noch an den Abend in Italien… ihr wisst bestimmt was jetzt kommt. Ganz zufällig waren die beiden Mädels von dort auch gerade in Ihrem Sommerurlaub in Sanremo. Dadurch haben die beiden dann natürlich noch ein paar mehr Leute kennengelernt und haben sich ein paar richtig geile Tage gemacht.
   
Die Zeit vergeht dann aber leider Gefühlt noch schneller und es musste der Rückweg angetreten werden. Hier wieder ein Zitat von Philipp: „Wir haben uns für den Rückweg ausgerechnet, dass das Geld noch genau für eine Übernachtung und Tanken reicht“ – Was hatten sie noch vor sich? 1.300 Kilometer bis nach Hause, dass sind dann mit einer Übernachtung entspannte 650 Kilometer pro Tag…sportlich… Der Plan war am ersten Tag bis nach Ulm zu fahren, also ging es morgens auch direkt früh los. Da sie natürlich wieder alle Mautstraßen umfahren mussten, hat ihre Planung nicht hingehauen. Sie sind gegen 23 Uhr den Splügenpass am lago monte spluga gefahren – Wetterverhältnisse: (Regen/Unwetter, Nebel, 5 Grad und das auf 2300 Metern. Wenn ihr mal lachen wollt schaut doch kurz bei Google wie weit es von dort noch bis nach Ulm ist).
Irgendwann in Deutschland angekommen wurden die letzten 100 Kilometer dann komplett durchnässt über die Autobahn abgerissen. Schätzt mal wann Sie am Hotel angekommen sind… 4 Uhr!! Um 8 gab es dann schon wieder Frühstück (die erste Mahlzeit seit Sanremo morgens) Zitat Philipp: „Das brauche ich echt nicht noch einmal“. Von Ulm ging es dann aber ohne große Hindernisse zurück nach Hause.
  
Insgesamt haben Sie in den letzten Tagen ca. 4.000 Kilometer hinter sich gelassen und die Tour war geprägt von Geldmangel, schönen Frauen und wenig Schlaf. Trotzdem haben die beiden verdammt viel erlebt, wunderschöne Landschaften gesehen und wirklich viel fürs Leben gelernt. Die nächste Tour ist auch schon in Planung. Aber jetzt möchte ich Euch erstmal noch ein paar wild zusammengewürfelte Eindrücke der Reise zeigen...
    
        
      
        
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